Mit- statt gegeneinander - Pfingstgottesdienst und Friedensgebet

Erstellt am 27.05.2022

Aus bunten Fäden wird symbolisch ein Friedensnetz – Nächstes ökumenisches Friedensgebet im Freiluft-Gottesdienst zu Pfingsten

Altena/Nachrodt. Ein symbolisches Netz des Friedens und Miteinanders knüpften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim neunten ökumenischen Friedensgebet. Das nächste Friedensgebet ist Teil des ökumenischen Freiluft-Gottesdienstes an Pfingst-Montag.

Das neunte Friedensgebet fand jetzt angesichts des schönen und sonnigen Wetters erstmals draußen statt: auf dem Platz zwischen der katholischen St.-Matthäus-Kirche und Pfarrzentrum an der Lindenstraße. Die Andacht unter freiem Himmel gestalteten aus dem Vorbereitungskreis die katholische Pfarrbeauftragte Sandra Schnell und die Gemeinde-Schwester der evangelischen Kirchengemeinde, Claudia Sauer. Sie erinnerten an das Vermächtnis, das Jesus Christus hinterlassen habe: einander zu lieben. Das Gegenteil davon sei Krieg. „Jeder knüpft am eigenen Netz, versucht rauszuholen, was zu holen ist. Wer denkt da an Frieden?“ hieß das Kirchenlied, zu dem die rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Stoffbändern dann ein Netz knüpften: als Zeichen für Solidarität und Hilfsbereitschaft, die möglich sind, wenn Menschen zusammenarbeiten und -stehen und nicht gegeneinander kämpfen.

Im Anschluss an das Friedensgebet, das teilweise auch wieder auf ukrainischer Sprache gehalten wurde, waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Schatten der Kirche zum Verweilen eingeladen; es gab Würstchen im Brötchen und Kaltgetränke.

Das nächste Friedensgebet – das inzwischen zehnte – findet in zwei Wochen statt, allerdings dann nicht am Sonntagabend: Weil es das Pfingstwochenende ist, wird das Thema Frieden im ökumenischen Freiluft-Gottesdienstes der beiden christlichen Kirchen aus Altena und Nachrodt an Pfingstmontag, 6. Juni, auf dem Bungernplatz aufgegriffen. Den Gottesdienst halten die Pfarrbeauftragte Sandra Schnell und Pfarrerin Ulrike von Mayer; im Anschluss sind die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher auf den Kirchplatz an der Lutherkirche eingeladen: Dort wird der Grill angeworfen. Bei Regen findet der Gottesdienst in der Lutherkirche statt.

Die Reihe der Friedensgebete haben beide Gemeinden mit Beginn des Kriegs nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine am 24. Februar gestartet; aktuell finden die Friedensgebete vierzehntägig statt und wechseln dabei zwischen katholischer Pfarrei und den evangelischen Kirchengemeinden in Altena und Nachrodt.