Ökumenische Friedensgebete

Erstellt am 08.04.2022

An diesem Wochenende feiern viele Menschen in der Ukraine Ostern, wie überall in den Kirchen der orthodoxen Tradition (Ostkirche). Sie haben einen anderen Feiertagskalender, der um einige Tage verschoben ist. Das Osterfest ist bei ihnen dabei sogar noch viel wichtiger als Weihnachten. Nur: Was wird dieses Jahr während des Kriegs für sie möglich sein? Können die Menschen in der Ukraine überhaupt in die Kirche gehen oder zusammen essen und feiern? Und welche Hoffnung bleibt angesichts der anhaltenden Kämpfe?

Um diese Fragen wird es auch beim nächsten ökumenischen Friedensgebet am Sonntag, 24. April, im Anschluss an ein orthodoxes Osterfest gehen. Das Friedensgebet, das Katholiken und Protestanten aus Altena und Nachrodt-Wiblingwerde vorbereiten, werden Geflüchtete aus der Ukraine mit Texten und Gesang mitgestalten. Das Friedensgebet findet dieses Mal in der St.-Michaels-Kapelle (Kapellenweg 3, Einsal) in Nachrodt statt; beginn ist um 18 Uhr. Alle Interessierten, egal, welcher Herkunft oder Religion, sind herzlich eingeladen.

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Hören und sehen wir bei den Nachrichten noch hin – oder haben wir schon begonnen, uns an die schrecklichen Bilder aus der Ukraine zu gewöhnen? Ist der Krieg schon zum Alltag geworden? - Auch um diese Fragen wird es beim 7. ökumenischen Friedensgebet am Sonntag, 10. April, in der Lutherkirche gehen. Die katholische Pfarrei St. Matthäus Altena-Nachrodt-Wiblingwerde und die evangelischen Kirchengemeinden Altena und Nachrodt-Obstfeld setzen die Reihe der Andachten, die sie mit Beginn des Kriegs gestartet haben, fort. Es wird Texte geben, die zum Nachdenken einladen, Gebete für den Frieden und Worte, die Hoffnung machen sollen.

Die Einladung richtet sich an alle, die gegen den Krieg sind und für den Frieden beten möchten: egal, welcher Herkunft, welcher Konfession, welchen Alters. Wie bereits an den vergangenen Sonntagen werden auch wieder Geflüchtete aus der Ukraine beim Friedensgebet dabei sein; deshalb werden Passagen der Veranstaltung auch auf ukrainisch übersetzt.

Neu ist die Anfangszeit: Das ökumenische Friedensgebet beginnt am Sonntag um 18 Uhr – also eine Stunde später als bislang.

Am kommenden Wochenende (Ostern) findet kein eigenes Friedensgebet statt; die Bitte um Frieden und das Gedenken an die Menschen in der Ukraine wird dann Bestandteil der jeweiligen Gottesdienste zu Karfreitag und an Ostern sein.

Viertes ökumenisches Friedensgebet - Dieses Mal in Nachrodt

Der Krieg, den Russland gegen sein Nachbarland Ukraine entfesselt hat, geht in die vierte Woche. Das Kämpfen und Sterben geht weiter; Hunderttausende sind auf der Flucht. Die ersten Geflüchteten sind auch in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde angekommen. Anlass genug, um gemeinsam und weiter für den Frieden zu beten.

Das inzwischen vierte ökumenische Friedensgebet findet daher am Sonntag, 20. März, statt – dieses Mal in der evangelischen Kirche in Nachrodt (Kirchstraße 1). Dazu lädt das Vorbereitungs-Team von katholischer Pfarrei St. Matthäus Altena-Nachrodt-Wiblingwerde und den evangelischen Kirchengemeinden Altena und Nachrodt-Obstfeld herzlich ein.

Das ökumenische Friedensgebet beginnt um 17 Uhr.

Es gilt für den Zutritt in die Kirche Maskenpflicht und die 2G-Regel; dafür darf die Maske am Sitzplatz dann abgenommen werden.

120 Teilnehmer/innen kommen zum ersten Friedensgebet

„Wir sind aufgewacht in einer anderen Welt – und stehen wieder an der Klagemauer“: So hat es der katholische Pfarrer und ehemalige Kreisdechant Johannes Broxtermann formuliert und damit wohl das Befinden vieler angesichts des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine auf den Punkt gebracht. Der Text von Broxtermann war nur ein Beitrag beim ersten ökumenischen Friedensgebet, mit dem die katholische Pfarrei St. Matthäus Altena-Nachrodt-Wiblingwerde und die evangelische Kirchengemeinde Altena auf den Angriff Russlands auf das Nachbarland Ukraine reagiert haben. Dem gemeinsamen Aufruf, für den Frieden in Europa und der Welt zu beten sind am Sonntag rund 120 Menschen gefolgt und kamen in die Lutherkirche, darunter auch Altenas Bürgermeister Uwe Kober.

Das Friedensgebet gestalteten Pastorin Gudrun Vogel, Christiane Frebel, Cornelia Langenbruch, Petra Böing, Gemeinde-Schwester Claudia Sauer, Stefan Kemper und Carsten Menzel mit zum Teil selbst verfassten Texten, aber auch Lesungen von Bibeltexten und Gebeten; den musikalischen Rahmen besorgte Maria Hartel an der Orgel.
Die Kollekte, die am Ausgang gesammelt wurde, geht über die Katastrophenhilfe der Diakonie zur humanitären Hilfe der vom Krieg betroffenen, wie etwa Lebensmittel und Hygieneartikel für Geflüchtete aus der Ukraine.

Die beiden Kirchen schauen weiter mit Besorgnis auf die Entwicklung in Osteuropa und planen, das Friedensgebet fortzusetzen – möglicherweise schon am Sonntag, 6. März, 17 Uhr, dann in der katholischen Kirche St. Matthäus (Lindenstraße). Genaueres entnehmen Sie bitte den Internetauftritten der beiden Gemeinden und der Tagespresse.

In ökumenischer Verbundenheit laden wir am Sonntag, 27.02. um 17:00 Uhr in die Lutherkirche zum Friedensgebet ein.

Glockengeläut für den Frieden

Um 18:00 Uhr läuten die Glocken unserer Lutherkirche. Jeder ist gerne aufgerufen, dazu für den Frieden in der Ukraine und der Welt zu beten.

Nachricht der Superintendentin

Mit großer Sorge betrachtet Superintendentin Martina Espelöer die Entwicklung in der Ukraine. Dort ist es am Donnerstag, 24. Februar, offenbar zu ersten Kampfhandlungen seitens der russischen Armee gekommen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Kriegszustand ausgerufen. Zusammen mit der Evangelischen Kirche von Westfalen ruft die Superintendentin alle 25 Gemeinden im Kirchenkreis Iserlohn zu gemeinsamen Friedensgebeten um 18 Uhr auf.

"Meine Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine, die nun um ihr Leben fürchten müssen", sagt Martina Espelöer. Dazu komme die Angst vor einer weiteren Eskalation und der Sorge vor den Konsequenzen für ganz Europa.

"Als Christinnen und Christen wollen wir gemeinsam ein Zeichen setzen", sagt Martina Espelöer und erinnert an ein Zitat des schwedischen Nobelpreisträgers Dag Hammarskjöld: "Das größte menschliche Gebet bittet nicht um den Sieg, sondern um den Frieden."

Auch Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, ruft zum Frieden auf: "Wir sind überzeugt: Waffengewalt werden Leid und Unrecht nur vergrößern. Auch jetzt darf das diplomatische Gespräch mit Russland nicht abreißen. Unsere Kirchen und Gemeinden werden über unsere ökumenischen Beziehungen weiter den Kontakt mit unseren Brüdern und Schwestern in Osteuropa halten. Die Kraft und der Wille zum Frieden muss nicht nur bei den Regierenden wachsen; es ist wichtig, dass sie auch bei denen gefördert wird, die regiert werden."

In allen Gemeinden der Ev. Kirche von Westfalen soll um 18 Uhr gemeinsam für den Frieden gebetet werden.

Wir rufen zu Gott: „Gib Frieden, Herr, wir bitten! Die Erde wartet sehr. Es wird so viel gelitten, die Furcht wächst mehr und mehr." Bring alle, die zum Krieg aufrufen, zur Vernunft und lass Sie zum Frieden aufrufen.