Tag des offenen Denkmals in der Lutherkirche

Erstellt am 09.09.2022

Warum liegt das Hauptschiff der Lutherkirche sieben Treppenstufen höher als der Haupteingang in der Turmhalle? Und was hat es mit der im Untergrund gefundenen, rund 400 Jahre alten Grabplatte des Drosten von Ovelacker auf sich?

Antworten auf diese und viele andere Fragen zu Altenas Innenstadtkirche gibt es am „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 11. September. Mit zwei Führungen durch die Lutherkirche beteiligt sich die Evangelische Kirchengemeinde Altena am Programm des bundesweiten Denkmaltags. Die Führungen finden um 14.30 Uhr und um 15.30 Uhr statt; Treffpunkt ist jeweils der Eingangsbereich  am Kirchturm. Die fachkundigen Erklärungen zu dem denkmalgeschützten Gotteshaus gibt dabei Kirchenführerin Sigrid Hohmann.

Die Weihe der Kirche dürfte auf das Jahre 1318 zurückgehen. Die Kirche wurde der Heiligen Katharina geweiht. Stadt und Ev. Kirchengemeinde führen sie noch heute in Wappen und Siegel. Die Gründung der Kirche geht wahrscheinlich auf Graf Engelbert II. von der Mark (1308-1328) zurück, jedenfalls geschah sie in seiner Zeit. Die Aufnahme der Hl. Katharina von Alexandrien kam wahrscheinlich durch ein Gelübde zustande, das der Graf Engelbert III. von der Mark 1353 am Grabe der Heiligen im Sinai getan haben soll. Er war es auch, der Altena 1367 die Stadtrechte verlieh. Von 1318 - 1535 war die Stadtkirche also selbstverständlich ein katholisches Gotteshaus. Von 1535 an etwa breitete sich auch in Altena die Reformation aus und machte die Kirche zu einem protestantischen Gotteshaus.