Hilfe im Umfang einer vollen Pfarrstelle: Kirchengemeinden bekommen einen „PDÜ“

Erstellt am 30.01.2021

Die drei evangelischen Kirchengemeinden Wiblingwerde, Nachrodt-Obstfeld und Altena bekommen Unterstützung: Die Landeskirche schickt, zunächst auf ein Jahr befristet, eine Pfarrerin zusätzlich in diese drei Gemeinden.

Es ist ein bisschen wie ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk: Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) gewährt den drei Kirchengemeinden, die verstärkt zusammenarbeiten wollen, eine Hilfe im Umfang einer vollen Stelle. Im Kirchendeutsch nennt sich das „pastoraler Dienst im Übergang“, kurz: PDÜ. „Dabei übernimmt eine Pfarrerin oder ein Pfarrer vor Ort die pastorale Grundversorgung und begleitet die Gemeinde zugleich mit professioneller Beratung“, heißt es in der Erklärung des PDÜ bei der Evangelischen Kirche von Westfalen. „Besonders geeignet“ sei der PDÜ, wenn das Profil einer Pfarrstelle neu ausgerichtet werden soll, oder die Arbeit neu verteilt werden muss, stellt die EKvW fest. Und genau daran schließt die Entsendung nach Wiblingwerde, Nachrodt und Altena an.

Die drei Kirchengemeinden wollen künftig enger zusammenarbeiten und haben daher auch derzeit eine Stelle als Regional-Pfarrstelle ausgeschrieben. Wo eine Zusammenarbeit sinnvoll ansetzen kann und wie sie Schritt für Schritt begonnen und vertieft werden kann über das bisherige hinaus, sind nur einige Punkte, die zur Besetzung dieser Stelle genauer beschrieben werden müssen – und an dieser Arbeit wird der PDÜ hauptsächlich mitarbeiten. Der kleinere Teil des Dienstes umfasst die Entlastung von Pfarrer Dr. Sadrack Djiokou, der durch die pfarramtliche Verbindung der  Kirchengemeinden Wiblingwerde und Altena nach dem Weggang von Pfarrerin Tabea Esch für beide als Seelsorger zuständig ist.

Die Idee, den drei Kirchengemeinden mit einem PDÜ zu helfen, geht auf Superintendentin Martina Espelöer zurück, die sich für diese Hilfe bei der Landeskirche eingesetzt hat.

Die Aufgabe des PDÜ übernimmt Pfarrerin Anke Leuning. Sie war bisher im Kirchenkreis Recklinghausen in einer dortigen Kirchengemeinde tätig. Ihr Einsatz in Wiblingwerde, Nachrodt und Altena ist auf zunächst ein Jahr befristet, kann bei Bedarf aber auch verlängert werden. Pfarrerin Leuning tritt ihren Dienst am Montag, 1. Februar, an; ihr Büro wird sie in Altena haben.

Text: Carsten Menzel