KonfiCamp 2021

Erstellt am 16.08.2021

Testen, testen und nochmals testen, kleine Gruppen und ein ausgeklügeltes Sicherheits- und Hygienekonzept:

Trotz Corona machte der Kirchenkreis Iserlohn in der letzten Ferienwoche (11. bis 15. August) ein für Mitarbeiter und Jugendliche unvergessliches Konficamp in der CVJM-Jugendbildungsstätte Siegerland möglich. Nach einjähriger Pause – der Pandemie geschuldet – starteten Erich Reinke (Leiter und Geschäftsführer des Jugendreferats) und Jugendreferent Philipp Sternemann mit 137 Teilnehmern und 38 Mitarbeitern aus neun Gemeinden Richtung Wilgersdorf.

„Traumhaft!“, lautete nach den ersten spannenden Konficamp-Tagen das Resümee. „Alle, die ich erlebt habe, waren unglaublich froh, wieder etwas machen zu können. Wir haben eine tolle Stimmung hier“, fasste Erich Reinke seine Eindrücke zusammen. „Wir haben sehr engagierte junge neue Mitarbeiter, die auch Arbeit sehen.“ Unter Coronabedingungen sei das ein erster Durchlauf und großer Sprung. „Wir setzen etwas um in einer Zeit, die sehr mit Ängsten behaftet ist.“ Voll des Lobes zeigte sich der Leiter des Jugendreferats zudem für Hausleiter Andreas Graf und sein Team. „Die machen alles für uns“, lobte er.  Gemeinsam mit Katja Pischke, Christopher Hemmert und Michael Goebel bildeten Erich Reinke und Philipp Sternemann das fünfköpfige Leitungsteam, das für das Konficamp im Siegerland verantwortlich zeigte.

Coronatests vor, während und zum Abschluss des Camps brachten die Sicherheit, die für ein fröhliches Miteinander Voraussetzung war. Angefangen beim Essen in Etappen bis zum Plenumstreffen in der großen Turnhalle der Einrichtung gab es drei feste Bezugsgruppen. Durch farbige Bändchen – rot, grün und blau – und entsprechende Markierungen in der großen Plenumshalle wusste jeder, wohin er gehört. Während die Konfis im Haus untergebracht waren, nächtigten die Mitarbeiter in Zelten und ließen den Camp-Gedanken aufleben. Täglich starteten die Gruppen mit einem geistlichen Impuls – von Mitarbeitern des Jugendreferats eingebracht – in den Tag. Vor dem Treffen in den Gemeindegruppen - darunter einer kleinen Gruppe aus dem benachbarten Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg – kam das Thema des Tages im großen Plenum zur Sprache. Mit drei Themen – „Meine Quellen“, „Meine Durststrecken“ und „Mein Haus am See“ – und Fragen wie „Wer bin ich?“ oder „Was macht mich aus“ setzten sich die Konfis, Pfarrer und Hauptamtlichen der jeweilen Gemeinden in den Vormittagsstunden auseinander. Snapchats erleichterten den Einstieg. Nach dem Mittagessen in Schichten waren die Nachmittage mit Spiel- und Workshopangeboten gefüllt. Bei klassischen Spielen wie Fußball oder Volleyball, Trendsportarten wie Jugger und Eintauchen in virtuelle Welten erlebten die Jugendlichen wiedergewonnene Normalität.

„Wir hatten auch ein Medienmobil da“, erläuterte Philipp Sternemann. Auch bei den Workshopangeboten war für jeden etwas dabei – angefangen beim Musikmachen über die Gravur von Gläsern, Maskenbau, Hip-Hop, Klettern an der großen Kletterwand, Rollenspiel, Wellness und vielem mehr. Viel Spaß machte überdies ein Campspiel auf dem weitläufigen Gelände der CVJM Jugendbildungsstätte. Mit Andachten durch Mitarbeiter des Jugendreferats, gemütlichem Beisammensein am Lagerfeuer mit Stockbrot, Gitarre und Liedern („Wie früher“) sowie der Nachtkirche im Zelt waren die langen Abende gefüllt. Einen Kontrast zu den aktionsreichen Nachmittagen bildeten dabei die stillen Momente in der Nachtkirche, in der sich die Jugendlichen auf unterschiedliche Weise mit dem Sinn des Lebens, sich selbst und dem Glauben beschäftigen konnten. „Danke, dass ich wunderbar gemacht bin“, erinnerte der Blick in den Spiegel. Im Mülleimer mit Kreuz landete der Müll, sprich seelische Ballast, den jeder mit sich herumschleppt und so fort. Für vertiefende Gespräche waren stets Ansprechpartner vor Ort.

Von Monika Salzmann

Fotos: Jakob Salzmann