(v.r. n.l.) Pfarrerin Anke Leuning, Pfarrer Dr. Sadrack Djikokou, Pfarrer Wolfgang Kube, Presbyter Rainer Nowak und Presbyter Carsten Menzel. Foto: Susanne Fischer-Bolz

Gemeinsam sind wir stärker

Die drei evangelischen Kirchengemeinden Altena, Nachrodt-Obstfeld und Wiblingwerde wollen sich zu einer Gemeinde zusammenschließen. Die Vereinigung soll bis Pfingsten 2023, also in zwei Jahren, abgeschlossen sein.

Vertreter der drei Kirchengemeinden stellten am Mittwoch (26. Mai) im Gemeindehaus in Nachrodt – quasi auf halber Strecke zwischen Altena und Wiblingwerde – das Vorhaben der Vereinigung gegenüber der Öffentlichkeit vor. Gemeindeversammlungen, die derzeit wegen der Corona-Pandemie noch nicht möglich sind, sollen bald möglichst nachgeholt werden, sagten die Gemeindevertreter zu.

Für die drei Kirchengemeinden, die bereits im November 2019 verabredet hatten, enger zusammenzuarbeiten, stellten Pfarrerin Anke Leuning (pastoraler Dienst im Übergang), Pastor Dr. Sadrack Djiokou (Altena und Wiblingwerde), Pastor Wolfgang Kube (Nachrodt-Obstfeld) sowie die Presbyter Rainer Nowak (Wiblingwerde) und Carsten Menzel (Altena) das Vorhaben der Vereinigung vor.

Die Mitteilung dazu hier im Wortlaut:

„Seit mehr als einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie nahezu alle Lebensbereiche; dies betrifft leider auch an vielen Stellen unsere Kirchengemeinden und die Gemeindearbeit. Immerhin: Die Presbyterien der drei Evangelischen Kirchengemeinden Altena, Nachrodt-Obstfeld und Wiblingwerde haben weitergearbeitet, über viele Monate in Videokonferenzen. Diese Arbeitsform gilt auch für die gemeinsame Steuerungsgruppe (,Regionalexpress‘), die die engere Zusammenarbeit der drei Kirchengemeinden auslotet, und deren Arbeit im Herbst 2019 begonnen hat.

Bei diesen Gesprächen wurde mehr und mehr deutlich, dass eine Vereinigung der drei Kirchengemeinden vieles erleichtern würde, als lediglich eine lose Kooperation. ,Wir sind bewegt von der Idee der Vereinigung, weil wir festgestellt haben, dass wir zusammen mehr erreichen können als jede Kirchengemeinde für sich alleine‘, so die gemeinsame Überzeugung.

Daraus ist eine in diesen aktuell schwierigen Zeiten gute Nachricht geworden, wie alle drei Gemeinden finden:

Gemeinsam sind wir stärker

 

Die Presbyterien der drei evangelischen Kirchengemeinden Altena, Nachrodt-Obstfeld und Wiblingwerde haben daher beschlossen, sich auf den Weg zu machen und die drei Gemeinden perspektivisch zu einer Kirchengemeinde zu vereinigen. Der Grundsatzbeschluss dazu ist, in unabhängigen Sitzungen, in allen drei Presbyterien gefasst worden.

Die Presbyterien sehen in der Vereinigung eine große Chance, gemeinsam mit gebündelten Kräften eine moderne Kirche und lebendige Gemeinde zu sein und zu bleiben. Mit einer Seelsorge, die sich um die Menschen kümmert, die nahe bei den Menschen ist. Mit ansprechenden Gottesdiensten. Mit einer vielfältigen Gruppenarbeit und interessanten wie hilfreichen Angeboten. Für jede Altersklasse: vom Kindergottesdienst bis zum Seniorenkreis. Und mit einer Strahlkraft in die Gesellschaft hinein.

Die Presbyterien beschreiten diesen Weg mit großer Zuversicht und Mut – auch wenn längst noch nicht alle Fragen geklärt sind. Daran arbeiten wir und verstehen diese Arbeit als verantwortungsvolles Handeln nach innen und außen mit größtmöglicher Offenheit und Transparenz. Sobald Corona es wieder zulässt, werden Gemeindeversammlungen stattfinden, um miteinander ins Gespräch zu kommen, denn die Kirchengemeinden erhoffen sich auch und gerade von ihren Gemeindemitgliedern Vorschläge und Ideen, aber auch Hinweise auf mögliche Bedenken und Sorgen.

Am Ende dieses herausfordernden Weges soll ein großes Fest stehen: Pfingsten 2023, also in zwei Jahren, soll die erfolgreiche Vereinigung der Evangelischen Kirchengemeinden Altena, Nachrodt-Obstfeld und Wiblingwerde gemeinsam gefeiert werden können.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde, im Mai 2021"