Suchet der Region Bestes - regionale Gemeindearbeit

Erstellt am 19.11.2019

Stellten das Vorhaben der engeren Zusammenarbeit gemeinsam vor (von links): Carsten Menzel (KG Altena), Rainer Nowak (KG Wiblingwerde) und Pastor Wolfgang Kube (KG Nachrodt-Obstfeld)

Die evangelische Kirchengemeinde Altena und ihre Nachbargemeinden Nachrodt-Obstfeld und Wiblingwerde wollen künftig enger zusammenarbeiten. Die Presbyterien der drei Gemeinden haben einen Grundsatzbeschluss für eine engere Kooperation unter dem Dach einer „Regionalgemeinde“ beschlossen. Ein Steuerungsgruppe soll jetzt einen Zeitplan erarbeiten und die inhaltlich nächsten Schritte für die Ausgestaltung dieses Prozesses vorbereiten. Dieser Steuerungsgruppe gehören je zwei Vertreter/innen aus den Presbyterien der drei Gemeinden an; für Altena sind das Dan Ossenberg-Engels (Vorsitzender d. Presbyteriums) und Carsten Menzel (stellv. Vorsitzender).

Jetzt geht es darum zu entscheiden, wo eine vertiefte Zusammenarbeit sinnvoll ist. „Wir wollen schauen, wo wir zusammen mehr erreichen können, als jede Gemeinde für sich alleine“, beschreibt Pastor Wolfgang Kube aus Nachrodt das Vorhaben.

Um die Umsetzung des Kooperationsprozesses zu unterstützen, hat der Kirchenkreis Iserlohn den drei Gemeinden die Besetzung einer neuen Pfarrstelle gewährt.

Die Kirchengemeinde Altena ist mit 3.690 Gemeindemitgliedern die größte der drei am Prozess beteiligten; es folgen Nachrodt-Obstfeld mit 1.757 und Wiblingwerde mit 990 Gemeindemitgliedern.

Die evangelische Kirchengemeinde Altena hat in einer Gemeindeversammlung im Anschluss an den Gottesdienst am Sonntag, 17. November, im Lutherhaus über das Vorhaben informiert. Hier der Text im Wortlaut:

Gemeinsam stark in die Zukunft: Die drei evangelischen Kirchengemeinden Wiblingwerde, Nachrodt-Obstfeld und Altena haben entschieden, angesichts der sich veränderten kirchlichen Landschaft ihre Zusammenarbeit zu vertiefen und auszubauen. Ziel ist es, trotz sinkender Gemeindegliederzahlen und der Reduktion von Pfarrstellen zukünftig in allen drei Kirchengemeinde eine lebendige Gemeindearbeit und wahrnehmbare Seelsorge langfristig zu erhalten.  

Einen Grundsatzbeschluss zur stärkeren Zusammenarbeit haben alle drei Presbyterien in den letzten Monaten gefasst und entschieden, gemeinsam darüber nachzudenken, wie eine gemeinsame Perspektive aussehen kann.   Dieser Beschluss diente dem Kirchenkreis als Grundlage, diese Zusammenarbeit zu unterstützen. Für Ausgestaltung und Umsetzung der vertieften Zusammenarbeit hat der Ev. Kirchenkreis Iserlohn den drei Gemeinden die Besetzung einer zusätzlichen Pfarrstelle ermöglicht. Diese neue Pfarrstelle wird eingebunden sein in die Aufgaben der sog. Regionalgemeinde und diese betreuen.

Ein erster gemeinsamer Gedankenaustausch hat in einem ersten Treffen aller drei Presbyterien stattgefunden und gezeigt, dass alle drei Kirchengemeinden diesen Weg mit Entschlossenheit und Mut angehen wollen.  
Sie haben sich zudem darauf geeinigt, dass eine Steuerungsgruppe eingerichtet wird, deren Mitglieder aus den drei Kirchengemeinden kommen. Deren Aufgabe besteht darin, die zukünftigen Treffen der Presbyterien vorzubereiten und einen Prozessplan zu entwickeln. Im Prozess entscheiden dann alle drei Kirchengemeinden gemeinsam darüber, in welchen gemeindlichen Bereichen die Zusammenarbeit gestaltet wird und wie diese Zusammenarbeit verstärkt werden kann.  
In den ersten Blick sind dabei ein gemeinsamer Konfirmandenunterricht und eine gemeinsame Kinder- und Jugendarbeit genommen worden, innerhalb der auch die verschiedenen Kinderferienaktionen miteinander verknüpft werden könnten. Aber auch für die Gottesdienste versprechen sich die Presbyterien durch die Kooperation die Stärkung dieses kirchlich so wichtigen Bereiches.   

Die gemeinsame Zusammenarbeit haben die drei Kirchengemeinden unter den Grundsatz gesetzt:   

Suchet der Region Bestes mit Mut und Weite in die Region und Gesellschaft.