„Ich kann nur Mut machen, es ist klasse hier“

Erstellt am 01.03.2020

Nach rund sieben Monaten Vakanz ist es soweit: Die Evangelische Kirchengemeinde Altena hat einen neuen Pfarrer.Dr. Sadrack Djiokou hat am 1. März seinen Dienst in der Innenstadtgemeinde der sauerländischen Kleinstadt, zu Füßen der Burg Altena, angetreten – und wurde im Gottesdienst feierlich in sein Amt eingeführt.

Dr. Sadrack Djiokou, Jahrgang 1967, ist verheiratet und hat fünf Töchter. Er hat in der Hauptstadt des Kamerun, Yaounde, Theologie und Philosophie studiert. Ab dem Jahr 2002 war Dr. Djiokou bereits Pfarrer im damaligen Kirchenkreis Soest und hat als Gastdozent im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der Evangelischen Kirche von Westfalen gearbeitet. 2019 hat er an der Ruhruniversität Bochum den Doktortitel der Theologie erworben.

Gut gefüllt waren die Reihen der Lutherkirche – Vertreter aus Kirchenkreis und Landeskirche, Vertreter der Stadt Altena, Brüder und Schwestern der Katholischen Kirchengemeinde, ehemalige Pfarrkollegen und Mitglieder deren Kirchengemeinden und viele Altenaer Bürger/innen waren der Einladung gefolgt und hießen den Pfarrer und seine Familie willkommen.

Der Gottesdienst wurde von Pfarrer Martin Heider gehalten. Die Einführungshandlung übernahmen Superintendentin Pfarrerin Martina Espelöer und Oberkirchenrat Dr. Ulrich Müller aus der Kirchenleitung. Den musikalischen Akzent setzte die Evangelische Kantorei - ein Gemeinschaftschor aus Luther- und Paul-Gerhardt-Kantorei - unter der Leitung von Kantor Johannes Köstlin und die CVJM-Posaunenchöre Dahle und Wiblingwerde unter der Leitung von Volker Grefe.  
Zum Thema seiner Predigt machte Dr. Sadrack Djiokou die Jahreslosung aus dem Markus-Evangelium: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben“. Der Mensch stehe beim Glauben im Mittelpunkt, nicht sinkende Gemeindegliederzahlen und knapper werdende Finanzen. Djiokou warb: „Der Glaube öffnet uns für Dinge, die wir mit Wissen alleine nicht erreichen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Kirchengemeinde zum Empfang ins benachbarte Lutherhaus ein. Viele ergriffen das Wort, um den neuen Pfarrer willkommen zu heißen. Auch Weggefährten von Dr. Djiokou waren gekommen, um ihm alles Gute für die neue Aufgabe zu wünschen. Und Altenas Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein verband mit dem Dienstantritt des Theologen aus dem Kamerun sogar die Hoffnung, dass sich darüber eine Partnerschaft zu einem Ort auf dem afrikanischen Kontinent aufbauen lasse.

Mit der Einführung fand zugleich die Verabschiedung von Pfarrer Jürgen Ruck statt. Jürgen Ruck, der 2006 die Altenheimseelsorge im Altenaer Ellen-Scheuner-Haus übernommen hat, war seit 2015 als Entsendungsdienstler der Gemeinde mit einer halben Stelle zugeordnet. Aus gesundheitlichen Gründen erhält er eine Aufgabe näher an seinem Wohnort Schwerte. Pfarrkollegen der Region dankten Jürgen Ruck für seine Tätigkeit in Altena. „Ich bin ja nicht aus der Welt, ich bleibe weiterhin im Kirchenkreis Iserlohn“, so Jürgen Ruck, der dem Neuen in der Gemeinde, Dr. Djiokou, mit auf den Weg gab: „Ich kann nur Mut machen, es ist klasse hier!“